Digitale Schule

Das Gymnasium Ottobrunn beschäftigt sich schon länger mit der Frage, wie sich die Digitalisierung für das Lehren und Lernen nutzbar machen lässt. So entstand bereits im Schuljahr 2002/2003 die ersten Notebookklasse an der Schule.

Seit dem Schuljahr 2016 nimmt das Gymnasium Ottobrunn an dem Schulversuch „Digitale Schule 2020“ teil, der im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus von der Stiftung Bildungspakt Bayern durchgeführt und begleitet wird. Das Gymnasium Ottobrunn ist dabei eine von mittlerweile insgesamt zwanzig Schulen aus ganz Bayern, deren Aufgabe es ist, digitale Medien systematisch in die Lehr- und Lernprozesse einzubeziehen und zu erproben, wo dies der Bildung förderlich ist.

Seit dem Schuljahr 18/19 arbeitet unsere Schule dabei eng mit Herrn Professor Frank Fischer vom Lehrstuhl für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie der LMU München zusammen, der das GO regelmäßig zur Unterrichtsmitschau besucht und uns wichtige Anregungen zur weiteren Verbesserung digitaler Lehr- und Lernprozesse gibt. Dabei stehen mittlerweile vor allem kollaborative Lernformen im Vordergrund, die ein besonderes Potenzial für das schüleraktivierende Lernen aufweisen und sowohl interaktive als auch kreative Lernprozesse begünstigen und darüber hinaus Gelegenheiten zum individualisierten Lernen schaffen.

In diesem Zusammenhang haben wir in diesem Schuljahr auch eine Serie von Projektunterrichtseinheiten gerade für unsere Jahrgangsstufe 8, in der wir am Gymnasium Ottobrunn mit der Notebookarbeit beginnen, entwickelt. An einem neu konzipierten Präsentationsabend konnten die Schüler ihre Projektergebnisse ihren Eltern vorstellen, wobei ein Schwerpunkt auf der Reflexion des Lern- und Arbeitsprozesses lag. Nicht das perfekte Ergebnis oder Produkt stand im Mittelpunkt, sondern vielmehr der Entstehungsprozess und die Lernfortschritte in der Gruppe. Das Feedback unserer Schüler ist, dass sie sich ähnliche digitale Einheiten auch für die nächste Jahrgangsstufe wünschen.

Dabei profitieren nicht nur unsere eigenen Schüler von der systematischen digital-gestützten Unterrichtsarbeit. Im Auftrag der Stiftung Bildungspakt wurden die von uns entwickelten Projektunterrichtseinheiten so dokumentiert, dass sie auch anderen Lehrkräften und somit Lernenden außerhalb unserer Schule als Anschauungsbeispiele für das Unterrichten mit digitalen Medien dienen können. Es freut uns besonders, dass dabei gerade die am Gymnasium Ottobrunn entwickelten Unterrichtsbeispiele großen Anklang gefunden haben. Um die für eine gelungene digitale Unterrichtsarbeit notwenige Medienkompetenz unserer Lehrkräfte kontinuierlich zu verbessern, haben wir schon mit dem Schuljahr 2017/18 ein neues Fortbildungskonzept eingeführt, bei dem sich all unsere Lehrkräfte mit der Fortentwicklung ihrer digitalen Kompetenzen an jeweils zwei zusätzlichen Fortbildungsnachmittagen im Schuljahr, die in der Schule selbst stattfinden, befassen. Das Programm beinhaltet sowohl Anwendungskompetenzen als auch didaktisch-methodische sowie pädagogische Kompetenzen und wird durch die Zuhilfenahme auch externer Referenten abgerundet. Parallel dazu bietet auch in diesem Schuljahr die Stiftung Bildungspakt Bayern den am Schulversuch beteiligten Schulen regelmäßig und ergänzend fächerorientierte Arbeitstagungen zum digitalen Lehren und Lernen an, auf denen unsere Lehrkräfte zusätzliche Impulse und Anleitung erhalten.

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