Das P-Seminar „Die MUNA Hohenbrunn: Zwischen Krieg und Erinnerung“ mit dem Leitfach Geschichte hat den P-Seminarpreis 2026 gewonnen. Für das Gymnasium Ottobrunn und den Seminarleiter, Herrn Weigert, ist dies bereits die dritte Auszeichnung mit dem P-Seminarpreis.
Die Schüler der 11. Jahrgangsstufe erforschten die Geschichte der ehemaligen Heeresmunitionsanstalt Hohenbrunn und beschäftigten sich insbesondere mit dem Schicksal der dort während der NS-Zeit eingesetzten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Bei Besuchen auf dem ehemaligen MUNA-Gelände, Studientagen im Max-Mannheimer-Studienzentrum sowie durch die Arbeit mit Dokumenten der Arolsen Archives lernten sie historische Orte, Quellen und persönliche Lebensgeschichten kennen.
Ergänzt wurde die Recherche durch Gespräche mit Fachleuten. In Kleingruppen entstanden anschließend acht kurze Videos im Stil von Instagram-Reels und YouTube-Shorts, die die Geschichte der MUNA anschaulich, verständlich und zielgruppengerecht vermitteln. Die Videoclips sind online unter https://www.hohenbrunn-muna.de/ abrufbar.
Das Projekt verbindet damit historische Forschung, regionale Erinnerungskultur, digitale Medien und berufliche Orientierung auf besondere Weise und leistet einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungsarbeit im Landkreis München.
Der P-Seminarpreis wird jährlich vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft vergeben. Ausgezeichnet werden besonders innovative, praxisnahe und gelungene Projekte. Wir gratulieren herzlich zu diesem großartigen Erfolg!
