
Im Schulgarten des Gymnasiums Ottobrunn wächst derzeit ein besonderes Klimaschutzprojekt heran: Rund 50 junge Apfelbäume werden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Schulgartens mit viel Geduld und Sorgfalt aufgezogen. Vom kleinen Sämling bis zum kräftigen Jungbaum begleiten sie den gesamten Entwicklungsprozess und erleben hautnah, wie aus einem Samen ein Obstbaum entsteht. Die Bäumchen werden mit Edelreisern von Sorten veredelt, die sich als resistent gegenüber dem Klimawandel erweisen. Im Anschluss müssen die Zöglinge von Seitenästen bis zur gewünschten Höhe befreit werden. Zudem staben die Schüler sie, damit sie einen geraden Wuchs entwickeln.
Sobald die ersten jungen Bäume groß genug sind, sollen sie ein neues Zuhause finden – entweder in den Gärten unserer Schülerinnen und Schüler oder auf geeigneten öffentlichen Flächen im Nahbereich von Ottobrunn. So entstehen langfristig neue Lebensräume für Insekten und Vögel, schattenspendende Bäume für kommende Generationen und natürlich viele leckere Äpfel für die Menschen in unserer Region. Dafür wurden einerseits starkwachsende Apfelsämlinge veredelt, was ökologisch besonders attraktive Baumriesen ergibt, aber auch beliebte Obstsorten auf schwächer wachsenden Typsorten für die Hausgärten um Ottobrunn.
Neben ihrem ökologischen Wert leisten die Apfelbäume auch einen Beitrag zum Klimaschutz: Ein großer Streuobst-Apfelbaum kann im Laufe seines Lebens bis zu einer Tonne CO₂ binden. Mit unseren 50 Jungbäumen wächst somit nicht nur eine zukünftige Ernte heran, sondern langfristig auch ein beachtlicher Kohlenstoffspeicher in unserer Gemeinde.
Als Klimaschule möchten wir nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Verantwortung für unsere Umwelt übernehmen. Das Apfelbaumprojekt verbindet praktisches Lernen mit Nachhaltigkeit und zeigt eindrucksvoll, dass bereits kleine Schritte Großes bewirken können. Gemeinsam pflanzen wir nicht nur Bäume, sondern auch Zukunft.
Die Bäumchen werden ab Herbst 2027 an interessierte Mitglieder der Schulfamilie abgegeben. Wir freuen uns darauf, wenn die mit Liebe aufgezogenen Bäumchen eine neue Heimat bekommen.
