P-Seminar business@school

Unternehmen von nebenan im Schülertest: Zweite Präsentation der Analysen zur Eisdiele Cremagelato, zum Restaurant Nefeli und zur Kfz-Werkstatt Raymond Götz GmbH am Gymnasium Ottobrunn

Ist der Preis von 1,40 € für eine Eiskugel gerechtfertigt? Wird die Symbiose mit dem Schwimmbad zur Gefahr für das Restaurant Nefeli? Ist Raymond Götz nur einer von vielen Kfz-Betrieben? In den vergangenen Wochen wurden Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Ottobrunn bei business@school, der Bildungsinitiative der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG), zu Experten für ein regionales Unternehmen. Im direkten Kontakt mit einem lokalen kleinen oder mittelständischen Betrieb haben die Jugendlichen Daten erhoben und aufbereitet, Gespräche geführt sowie die Vor- und Nachteile und das Potenzial der Unternehmen anhand ihrer Leitfrage zusammengefasst. Ihre Lehrerinnen, erfahrene Betreuer aus der Wirtschaft und Coaches von BCG, standen ihnen dabei zur Seite.

Die Ergebnisse ihrer Analysen stellten die Schülerteams am 17. Januar 2020 einer Fachjury aus Wirtschaftsvertretern, Schulleitung und Lehrkräften zum Abschluss der zweiten Projektphase von business@school vor. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der detaillierten Analyse und der gründlichen Aufbereitung der Fakten, stellte aber auch kritische Fragen.

Als Stärken der Eisdiele Cremagelato identifizierten die Jugendlichen, neben dem hohen Bekanntheitsgrad und der zentrale Lage in Ottobrunn, die gute Qualität der Produkte. Chancen hätte das regionale Unternehmen noch beim Marketing der Nachhaltigkeit des Unternehmens, so lautete das Fazit der Schüler: denn sowohl Becher als auch Löffel beim Eis zum Mitnehmen seien kompostierbar.

Das Restaurant Nefeli im Phönix punktete bei der Analyse mit einer großen Auswahl an Speisen und Getränken sowie der Symbiose mit dem Phönix-Bad, könnte aber laut Schüler an seiner Internetpräsenz arbeiten.

Der auf BMW und Mini spezialisierte Kfz-Meisterbetrieb Raymond Götz GmbH in Hohenbrunn überzeuge durch sein Preis-/Leistungs-Verhältnis und seine Spezialisierung auf Nachrüstungen und Umbauten sowie Oldtimer-Restaurationen, aufgrund der hohen Auslastung hätte das Unternehmen aber Potenzial – auch unter Berücksichtigung des Wandels in der Automobilindustrie – sich weiter zu vergrößern, schlussfolgerten die Schüler.

Nun startet das Projekt in die Endphase: Die Schülerteams entwickeln auf Basis einer eigenen Geschäftsidee einen detaillierten Businessplan. Anschließend werden die Teilnehmer mit ihren Konzepten zunächst am 08. Mai 2020 auf Schulebene, dann in Landesentscheiden und schließlich im Deutschlandfinale am 22. Juni in München um den Sieg konkurrieren.

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